Foto? Gibt es keines. Was gibt es schon zu sehen … eine dicke Nebelwand vor dem Fenster und wieder einmal 3,5 kranke Gestalten in der Wohnung.
Als ich am Freitag nach dem Besuch beim Kinderarzt mit den Knirpsen bei goldenen M war, saß da eine Mutter mit drei Kindern, der Jüngste etwa im Grundschulalter. Sofort dachte ich an diesen Eintrag von Frau Mutti, besah meine müde auf den Pommes kauende Kinderschar und wußte, das wird noch ein langer Weg bis dahin. Nicht, dass die beiden etwas gegessen hätten, aber so war ich wenigstens mal draußen und satt.
Dass der Weg auch noch steinig sein wird, das ist mir auch bewusst, nur dieses Wochenende streiche ich gerne aus meinem Kalender. Pseudokrupps, hohes Fieber, kranke Kinder und ein Gesundes, das vor Langeweile lauter dummes Zeug anstellt. So krank waren meine Kinder schon lange nicht mehr. Eine Woche ist der Große jetzt zu Hause, der Mittlere hat seit vier Tagen ein dauerhaftes Abonnement fiebersenkender Mittel und der Kleinste hustet seit vier Wochen durch immer wieder neue Infekte.
Das Internet habe ich mittlerweile ausgelesen, ich fühle mich wie vom anderen Stern, erwachsene Menschen sehe ich nur noch im Fernsehen. Gerade als ich meiner Mutti mein Leid klagen will bekomme ich eine Email-Abmeldung, sie sei übers Wochenende unterwegs. Ganz prima.
Dann texte ich eben meine Blogleser zu. Zum zweiten Mal in dieser Woche - so schlimm isses schon. Lustigerweise habe ich dafür mehr Kommentare und mitfühlende Worte bekommen als zuvor. Ich überlege ernsthaft umzusteigen aufs Alltagslebenbloggen. Zum Nähen komme ich ja eigentlich nicht.
Ok, das stimmt nicht ganz, ich komme dazu. In ganz kleinen Schritten und wenn eben alle an mir drankleben und der eine die Stecknadeln wieder rauszieht, der andere die Nähmaschine einfach mal ausschaltet und der Kleinste im Ergo an mir schlummert. Es geht schon, ich brauch das zum Überleben. Und die Decke, an der ich mich gerade versuche, die wandert dann eben nach der Fertigstellung in die Waschmaschine. Weil, da klebt lauter so undefinierbares Zeugs vom Fußboden dran.
Wenn ich da in Isolation vor mich hinsinniere fallen mir die merkwürdigsten Dinge ein. Und eins erzähl ich, weil ich ja irgendjemandem erzählen muss, warum ich heute in der Küche so kurz laut aufgelacht habe: Vor etlichen Jahren noch während unserer Studentenzeit waren wir noch eitel und stolperten über eine wunderbare Diät. Dazu durfte man in den ersten Tagen nur Kohlsuppe essen, aber davon so viel wie man wollte. Vielleicht hat ja eine von Euch auch?? Nun, jedenfalls kochten wir am Samstag das lecker Süppchen und schlugen uns die Bäuche voll - den ganzen Tag. Abends schauten wir uns an: “Hast Du auch son Hunger?” - “McDonalds?”
Ja, so war das Damals. Die Diät haben wir dann am selben Abend noch beendet.
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Now. I really would love you to use my new friend google translator. Thanks!