
33 originally uploaded by seemownay.
Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Start in die Woche. Mein Start begann heute mit einem Geburtstagsständchen und vielen Glückwünschen. Mein Geburtstagsgeschenk durfte ich mir am Samstag beim Optiker bereits aussuchen und so warteten noch ein paar Karten und ein Brief. Jetzt habe ich die Qual der Wahl, was ich mit dem Geld (aus den Karten) anstelle und was ich mir vom itunes Gutschein (Brief) kaufen soll.
Ich überlege, das Geld zu sparen, um mir dann ein weiteres Objektiv für die Kamera zu kaufen oder an einem Samstag in die Großstadt zu fahren, um da das Geld zu verprassen oder in ausgesuchten Onlineshops einzukaufen. Das ist echt schwierig, der Bummel in der Großstadt führt häufig zu Frustkäufen und dann ist das Geld weg und ich hab nix davon gehabt. Onlineshopping bringt unter Umständen das gewünschte Produkt, ist aber vielleicht nicht so befriedigend. Und wenn ich mir meinen amazon-Warenkorb so anschaue, den ich am Samstag mal so spaßeshalber gefüllt hatte, komme ich mit meinen paar Kröten nicht weit. Und eigentlich möchte ich ja nicht nur Bücher … wie macht ihr denn das?
Das eigentliche Problem liegt sicherlich tiefer, wie ich nach tiefgründigem Denken heute nachmittag festgestellt habe. Der Winter macht mürbe, insbesondere ein Winter wie dieser. In einem anderen Blog las ich heute, dass der Februar der längste Monat mit den wenigsten Tagen ist. Es ist grau, alles ist dreckig, das Anziehen dauert Stunden und kostet Mühe. Mittlerweile ist der Höhepunkt erreicht, der Frühling wird herbeigesehnt. Und genau dann, habe ich Geburtstag - dieser Tag ist wie ein Strohhalm, an dem ich mich festhalte. Meine Erwartungen sind groß und werden natürlich nie erfüllt. Denn selbst, wenn alle meine materiellen Wünsche erfüllt würden, eigentlich sehne ich mich nach Sonne, nach der Natur, die langsam wieder zum Leben erwacht und danach, dass es mir wieder gelingt, mich an den kleinen schönen Alltäglichkeiten zu erfreuen.
In diesem Sinne versuche ich eben noch aufmerksamer hinzuschauen und mich den lustigen und schönen Momenten, die durchaus vorhanden sind, hinzugeben und diese auszukosten. Im Übrigen habe ich heute dem Drang eine welke Tulpe zu fotografieren nachgegeben und mich danach besser gefühlt, als nach jedem Shoppingtrip.